17.07.2018 / Feuilleton / Seite 11

Der Weg nach unten

Und China ist das neue Amerika: Rawson Marshall Thurbers Wolkenkratzer-Actionfilm-Schwachsinn »Skyscraper«

Peer Schmitt

Schon ganz früh in der Hochzeit der Moderne, als es u. a. noch Filme gab, waren die Skyscraper, die Wolkenkratzer, eine dankbare Fassade, an der diverse Spinner herumklettern durften. In den 1920ern hieß der berühmteste von ihnen Harold Lloyd, der zufällig auch noch genau so aussah, wie man sich damals einen Architekturstudenten vorstellte, der dazu auserkoren war, ein Leben in der steten Gefahr des mittleren Angestellten zu fristen. Er war ein begnadeter komischer Vogel.

Seit jenen Tagen sind die Skyscraper als Symbol und Fassade aus der Filmgeschichte kaum wegzudenken. Erfunden wurden sie bereits im Chicago der 1880er, in den 1920ern und 30ern waren sie dann auf dem, nun ja, Gipfel ihrer Popularität. Gleichsam als Denkmal einer Renaissance kapitalistischen Großunternehmertums, für das die Figur des visionär emporstrebenden Architekten vorbildlich sein soll. So etwa Cary Cooper als unbeugsamer Baumeister des freien Unternehmergeistes in King Vidors Verfi...

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