Der Schwarze Kanal
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18.07.2018 / Ausland / Seite 8

»Es gibt höchstens Regionen, wo seltener gekämpft wird«

Wer nach Afghanistan abgeschoben wird, muss oft um Schlafplatz und Arbeit kämpfen. Ein Gespräch mit Stephan Dünnwald

Gitta Düperthal

Die erste bayernweite Konferenz »Afghanistan, kein sicheres Land« diskutierte am Wochenende in München die Lage der nach Kabul Abgeschobenen sowie der zur sogenannten freiwilligen Ausreise Genötigten. Wie ergeht es ihnen?

Wenn sie in Kabul ankommen, können sie maximal 14 Tage in einer Unterkunft der Internationalen Organisation für Migration (IOM) übernachten und umgerechnet 50 Dollar vom afghanischen Flüchtlingsministerium erhalten. Weil die Informationspolitik schlecht ist, bekommen viele das Geld aber nicht. Sie erhalten vielleicht den Schlafplatz und werden danach auf die Straße gesetzt.

Wer es in Kabul schaffen will, brauche Geld und ein funktionierendes soziales Netzwerk, sagte Liza Schuster, Soziologin der City University in London, bei der Konferenz. Was ist damit gemeint?

Die meisten Abgeschobenen aus Europa haben keinen familiären Rückhalt dort. Oft haben sie Angst, sich an ihre Angehörigen zu wenden: Etwa weil die schon viel Geld von ihn...

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