18.07.2018 / Inland / Seite 5

Poker um Thyssenkrupp

Richtungsstreit beim Essener Mischkonzern geht weiter. Betriebsratschef warnt vor Zerschlagung

Die Chefin der Krupp-Stiftung, Ursula Gather, will nicht Nachfolgerin von Ulrich Lehner an der Spitze des Aufsichtsrats von Thyssenkrupp werden. Das teilte die Stiftung, die mit 21 Prozent der Anteile größter Aktionär von Thyssenkrupp ist, am Dienstag in Essen mit. Lehner hatte am Montag abend angekündigt, zum Ende des Monats den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Stahl- und Industrie­güterkonzern niederzulegen. Damit hat sich die Führungskrise bei Thyssenkrupp verschärft. Zuvor hatte bereits Vorstandschef Heinrich Hiesinger unter dem Druck von Großaktionären das Handtuch geworfen. Übergangsweise leitet Finanzvorstand Guido Kerkhoff das Unternehmen.

Gather versicherte in der Mitteilung, die Stiftung werde den Auftrag, »die Einheit des Unternehmens möglichst zu wahren, auch weiterhin verantwortlich wahrnehmen«. Das Thyssenkrupp-Management war vor allem von dem schwedischen Finanzinvestor Cevian und dem US-Hedgefonds Elliott mit der Forderung nach einem drastisch...

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