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17.07.2018 / Ausland / Seite 6

Mit neuem Namen an die Front

Mazedonien wird mit NATO über Beitritt verhandeln und geht damit auf Konfrontationskurs zu Russland

Roland Zschächner

Trotz Rockmusik kam kaum Begeisterung auf. Am Samstag hatte die mazedonische Regierung in 15 Orten des Landes Konzerte unter der Losung »Wir gehen voran – Mazedonien in die NATO und die EU« organisiert. Wenn den Fernsehbildern geglaubt werden kann, ließen sich nur wenige Menschen locken. Dabei hatte der sozialdemokratische Premierminister Zoran Zaev erst am vergangenen Donnerstag in Brüssel von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg persönlich die Einladung zu Beitrittsverhandlungen zur westlichen Kriegsallianz erhalten. Eine Voraussetzung muss dafür noch erfüllt werden, die Bürger der ehemaligen jugoslawischen Republik müssen den neuen Namen ihres Landes akzeptieren: Nord-Mazedonien.

Bisher hatte Athen einen Beitritt Skopjes wegen der Staatsbezeichnung blockiert, denn auch ein Teil Griechenlands heißt Mazedonien. Mitte Juni einigten sich Zaev und sein griechischer Amtskollege Alexis Tsipras, diktiert wurde die nach dem Verhandlungsort Prespa-Abkommen gena...

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