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16.07.2018 / Feuilleton / Seite 11

Sog nach unten

Endlich schmerzfrei: Vielleicht ist »The Straight Hits!« das letzte Album von Josh T. Pearson

Michael Saager

Der Bart ist ab. Kaum ist da kein Wald aus Haaren mehr, macht Josh T. Pearsons Musik gleich viel bessere Laune! Der fröhliche Vollbarthipster von nebenan schüttelt energisch mit dem Kopf. Aufmerksame junge Welt-Leser haben ihn sowieso längst bemerkt, den kleinen kausalen Fehlschluss. Das bis auf ein feines Schnurrbärtchen glatte Gesicht und die nicht länger härtestes Granitgestein erweichenden neuen Songs unseres texanischen Schmerzensmannes sind sicher eher Ausdruck einer neuen Lebensphase denn ihre Ursache.

Josh T. Pearson also. Man muss den Mann, der früher eine Dornenkrone überm Cowboyhut zu tragen pflegte, derweil er mit seiner bibelfesten Pathos-Noise-Band Lift To Experience Nick Caves dunkles Herz zum Strahlen brachte oder den guten alten John Peel zum Jubilieren, nicht zwingend kennen. Aber besser wäre es schon: Eine derart himmelwärts schwurbelnde Platte wie »The Texas-Jerusalem Crossroads« gibt es gewiss kein zweites Mal. Es half freilich all...

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