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16.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Alle Tage Sabotage

Der Westen tut schon vor dem Gipfel alles dafür, dass er scheitert

Reinhard Lauterbach

Normalerweise ist es so: Selbst wenn bei einem Gipfeltreffen etwa der EU-Regierungschefs nichts herauskommt, hat es wenigstens »fruchtbare Diskussionen« (nicht etwa furchtbare) gegeben. Und alle Beteiligten, so spinnefeind sie einander sein mögen, unterstreichen wechselseitig ihr brennendes Interesse an einer Einigung. Glauben muss man das nicht, der diplomatische Schein reicht.

Vor diesem Hintergrund sind zwei Umstände im Vorfeld des Helsinki-Gipfels auffällig. Der erste ist, dass die NATO zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in der vergangenen Woche plötzlich einmütig erklärte, Georgien 2021 in die Allianz aufnehmen zu wollen. Bisher war eine solche öffentliche Erklärung seit 2008 mehrfach am Veto europäischer Mitgliedsstaaten, darunter der BRD, gescheitert. Jetzt stimmte Berlin zu. Sicherlich nicht, weil eine Aufnahme des südkaukasischen Landes in das westliche Bündnis heute weniger provokant wäre als vor zehn Jahren, im Gegenteil. Die Erklärung ist g...

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