13.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Der Gegner zeigt schon mal seine Waffen«

Heute protestiert die »Aktion Arbeitsunrecht« in über 19 Städten gegen die Geschäftspraktiken von Real. Ein Gespräch mit Jessica Reisner

Susanne Knütter

Warum haben Sie die Supermarktkette Real für den heutigen »Schwarzen Freitag« ausgewählt?

Vor zwei Jahren ist der Tarifvertrag mit Verdi als Flächentarifvertrag gekündigt worden. Dann hat man einen sogenannten Zukunftstarifvertrag geschlossen, der beinhaltete, dass die Beschäftigten auf Teile ihres Lohns verzichten. Dafür aber eine Bestandsgarantie erhalten. Diesen Zukunftstarifvertrag hat die Real-Geschäftsführung inzwischen auch gekündigt und möchte nun nicht mehr mit Verdi verhandeln, sondern statt dessen mit der gelben Scheingewerkschaft DHV – mit dem ehemaligen Deutschen Handelsgehilfen-­Verband. Durch dieses Konstrukt sollen die Gehälter für alle, die neu eingestellt werden, um ungefähr 20 Prozent niedriger liegen als die von Beschäftigten mit alten Verträgen. Das heißt, dass die Kernbelegschaft, die noch da ist, noch mehr unter Druck gerät. Das ist sowieso schon der Fall, weil unglaublich viele feste Arbeitsplätze ausgelagert worden sind an Leiharb...

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