10.07.2018 / Inland / Seite 4

Arbeitslos in die Ferien

Trotz Lehrermangels: Tausende Kollegen werden zum Schuljahresende entlassen. Länder sparen sich so einige Millionen Euro

Weil die Länder zu lange nicht genug Nachwuchs ausgebildet haben, fehlen jetzt an Tausenden Schulen Lehrer. Unterrichtsausfall ist alltäglich. Inzwischen sind viele Pensionäre aus dem Ruhestand zurückgekehrt. Zudem behilft man sich mit Schnellkursen für Quereinsteiger. Vielerorts ist zumindest in Ostdeutschland nicht einmal mehr ein abgeschlossenes Studium, etwa der Ingenieur- oder Sportwissenschaften oder in Sprachen, Voraussetzung für die Übernahme in den Schuldienst. In Sachsen hat mittlerweile nur noch jeder zweite neu eingestellte Grundschullehrer einen pädagogischen Abschluss.

Trotz des Mangels wird offenbar in einigen Bundesländern immer noch an der Praxis festgehalten, gerade jüngere Kollegen nur befristet einzustellen und zu Beginn der Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Das belegt eine von der Deutschen Presseagentur durchgeführte Umfrage bei den Kultusministerien, deren Ergebnisse sie am Montag veröffentlichte. Dadurch spart ma...

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