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04.07.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Populist« in Dauerschleife

Deutsche »Qualitätsmedien« schießen sich auf Mexikos künftigen Präsidenten ein

Volker Hermsdorf

Der Wahlsieg von Andrés Manuel López Obrador und seiner Mitte-links-Partei »Bewegung zur nationalen Erneuerung« (Morena) am vergangenen Sonntag war keine Überraschung, und so hat sich die politische Rechte in der Bundesrepublik bereits frühzeitig auf den künftigen Staatschef eingeschossen. Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) polemisierte zum Beispiel bereits in einem »Länderbericht« vom 2. März darüber, dass der »mehrfache uneinsichtige Präsidentschaftswahlverlierer endlich doch noch in Los Pinos (Residenz des mexikanischen Staatspräsidenten, jW) einziehen will«. Die einzige offene Frage bestünde darin, so die Christdemokraten, »wie weit der Populist das Ruder nach einem Wahlsieg nach links reißen würde«. Für die Stiftung ist AMLO, wie López Obrador in Mexiko meist genannt wird, einfach nur ein »Populist«. Der Begriff ist dabei eindeutig negativ besetzt. Auch die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS) »für die Freiheit«, die 2009 den Militärput...

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