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03.07.2018 / Ausland / Seite 6

»Sanfter Staatsstreich«

Nicaragua: Regierung und Aktivisten setzen auf Dialog. Washington hofft auf »­Regime- Change«

Volker Hermsdorf

Mit einer Reihe neuer Sanktionen verschärfen die USA den Druck auf die sandinistische Regierung in Nicaragua. Zu den am Donnerstag angekündigten Maßnahmen gehören unter anderem US-Einreiseverbote für Repräsentanten von Provinzregierungen, Angehörige der Polizei und einen Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. »Solange die Regierung Nicaraguas friedliche Proteste mit Gewalt unterdrückt, werden wir die dafür Verantwortlichen sanktionieren«, zitierte die Nachrichtenagentur AFP den Unterstaatssekretär im US-Außenministerium, Francisco Palmieri, am Donnerstag.

Bei den Protesten, die Mitte April mit Demonstrationen gegen Änderungen im Sozialsystems begannen, wurden mittlerweile über 200 Menschen getötet. Zu den Opfern gehören zunehmend Mitglieder der regierenden Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront (FSLN), linke Aktivisten, aber auch Angehörige der Ordnungskräfte. Bewaffnete Gruppen attackierten Parteibüros der FSLN, zerstörten öffentliche Gebäude, warf...

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