02.07.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Torpedo auf Nord Stream 2

Deutsche Wirtschaft klagt über exterritoriale US-Sanktionen. Dänemark will Erdgasleitung blockieren

Reinhard Lauterbach

Das im Osthandel engagierte deutsche Kapital macht sich offenbar ernsthafte Sorgen. Es könne nicht sein, zitierte die FAZ am Donnerstag den Geschäftsführer des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, Michael Harms, dass US-Abgeordnete darüber entschieden, mit wem deutsche Unternehmen Geschäfte machten. Die Ankündigungen der USA, ausländische Unternehmen mit Sanktionen zu belegen, wenn sie etwa mit Iran oder Russland Handel trieben, widersprächen dem Völkerrecht und den Regeln der Welthandelsorganisation WTO. So könne man doch mit Deutschland nicht umgehen, beschwerte sich Harms weiter.

Doch die USA können offenbar doch. Daher sind in deutschen Konzernspitzen auch erste Absetzbewegungen von dem deutsch-russischen Pipelineprojekt »Nord Stream 2« zu verzeichnen. Wenn die Sanktionen wirklich kämen, so Harms, dann würde das Projekt unrentabel. Genau darauf laufen die US-Sanktionen hinaus: die indirekten Kosten von »Nord Stream 2« so in die Höhe zu treiben, da...

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