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28.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Startup-Schmiede Bundeswehr

Thomas Wagner

Der technologische Fortschritt stellt das Militär vor große Probleme. Denn wenn es stimmt, dass er sich in manchen Bereichen in exponentieller Geschwindigkeit entwickelt, bleibt auch die jeweils neueste technische Ausrüstung binnen kürzester Zeit hinter dem zurück, was an Innovation in der Waffentechnologie möglich wäre. Der Grund: Es würde jeden Militärhaushalt hoffnungslos überfordern, Heer, Luftwaffe und Marine tatsächlich alle paar Jahre auf den neuesten Stand zu bringen. Bislang war es üblich, die Anschaffung einer neuen Technik, beispielsweise eines besseren Kampfflugzeugs oder Panzers, Jahrzehnte im voraus zu planen. Die Bereitstellung entsprechender Budgets, das Einholen aller erforderlichen Genehmigungen und schließlich die Produktion dauern lange. Das zu ändern, dürfte eine Sisyphus-Arbeit sein. Zumal sich die jeweils bevorstehenden Umwälzungen schlecht vorhersagen lassen. Bei der Bundeswehr versucht man sich offenbar dennoch an der Quadratur de...

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