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26.06.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Radikaler Umbruch

Die Bedingungen gewerkschaftlicher Arbeitspolitik ändern sich. Was das bedeutet, war Thema einer Tagung zu »guter Arbeit« in Frankfurt am Main

Daniel Behruzi

Auf den ersten Blick erscheint »gute Arbeit« als Wohlfühlthema. Wer kann schon etwas gegen gute Arbeitsbedingungen einzuwenden haben? Doch in der Realität handelt es sich um ein »hartes Konfliktthema«, betonte Jürgen Reusch, Mitorganisator einer Tagung zum zehnjährigen Jubiläum des Jahrbuchs »Gute Arbeit« am Samstag in der Frankfurter IG-Metall-Zentrale. Grundsätzlich herrschte auf der Konferenz mit etwa 100 Teilnehmern Einigkeit, dass die Gestaltung der Arbeitsbedingungen letztlich eine »Machtfrage« ist. Sozialpartnerschaftliche Arrangements schließt das allerdings keineswegs aus.

Welchen Stellenwert das Thema in den Gewerkschaften mittlerweile hat, machte schon die Besetzung des Podiums deutlich: Sowohl IG-Metall-Chef Jörg Hofmann als auch der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske traten auf der von beiden Gewerkschaften gemeinsam mit dem Kolleg Postwachstumsgesellschaften der Universität Jena organisierten Tagung als Referenten auf. In ihrer Analyse waren si...

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