25.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kurzfristiger Kompromiss

»OPEC plus« einigt sich auf Erhöhung ihrer Ölfördermengen. Übereinkunft könnte noch im Laufe des Jahres aufgekündigt werden

Knut Mellenthin

Die 14 Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und zehn weitere Staaten haben sich auf eine Erhöhung der Produktion geeinigt. Das erklärte Ziel besteht darin, ein weiteres Steigen des Ölpreises, der gegenwärtig bei mehr als 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt, zu verhindern. Was der Beschluss der 24 Staaten, die sich am Freitag und Sonnabend im Sitz der OPEC in Wien trafen, praktisch bedeutet, ist jedoch in ihren Presseerklärungen nicht definiert und wird von ihnen unterschiedlich interpretiert. Das könnte künftig für neue Diskussionen und auch für Streit sorgen.

Die Verhandlungen waren durch den Vorschlag Russlands ausgelöst worden, die Erdölproduktion der 24 Staaten, die auch als »OPEC plus« bezeichnet werden, um insgesamt 1,5 Millionen Barrel pro Tag (mbpd) zu steigern. Das scheint auf den ersten Blick eine noch bis zum Jahresende geltende Einigung dieser Staaten, ihre Förderung um 1,8 mbpd zu senken, weitgehend zu revidieren. ...

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