Gegründet 1947 Donnerstag, 5. Dezember 2019, Nr. 283
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
26.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 2

»Länderkonflikte zu überwinden ist eine Leistung«

Die Mehrheit im EU-Parlament hat für eine Reform der Entsenderichtlinie gestimmt. Ein Gespräch mit Martin Höpner

Simon Zeise

Was ist aus Sicht der Beschäftigten das Problem bei der sogenannten EU-Arbeitnehmerentsendung?

Bei der transnationalen Arbeitnehmerentsendung gilt grundsätzlich das sogenannte Herkunftslandprinzip. Das bedeutet, dass es möglich ist, schwächeres ausländisches Arbeitsrecht im Zielland der Entsendung anzuwenden. Das schwächt die Gewerkschaften. Aber dieses Prinzip gilt nicht ungebrochen. Manche Schutzstandards müssen auch auf entsandte Beschäftigte übertragen werden. Die Einzelheiten regelt die Entsenderichtlinie.

In welchen Branchen wirkt sich die Richtlinie am stärksten aus?

In der Baubranche. Meines Wissens entfällt die knappe Hälfte der innereuropäischen Arbeitnehmerentsendungen auf den Sektor. Die Größenordnung muss man sich mit ungefähr zwei Millionen Entsendungen im Jahr vorstellen. Das ist die letzte mir bekannte Zahl – Tendenz steigend.

Kürzlich hat das EU-Parlament für eine Reform der Entsenderichtlinie gestimmt. Wie kam es dazu?

Die Gewerkschaften...

Artikel-Länge: 3613 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €