23.06.2018 / Ausland / Seite 6

Die Fratze des Rassismus

Rom unterstützt Abschottung Europas und EU-Pläne von Flüchtlingslagern in Nordafrika. Hetze gegen Sinti und Roma

Gerhard Feldbauer

Vor wenigen Wochen wurde die Regierung in Rom noch aus Brüssel gescholten, nun fühlt sie sich ganz auf Linie. Wenn die Staats- und Regierungschefs der Mitglieder der Europäischen Union bei ihrem Treffen in der kommenden Woche, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen, die Einrichtung von Sammellagern für Flüchtlinge in Nordafrika beschließen, folgen sie damit der faschistisch-rassistischen Politik von Italiens Vizepremierminister und Lega-Chef Matteo Salvini. »Wir erobern eine zentrale Rolle, die wir in den vergangenen Jahren nie hatten«, zitiert ihn die Nachrichtenagentur ­ANSA. Premierminister Giuseppe Conte hatte bereits während eines Treffens mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in Paris dafür plädiert, »europäische Zentren in den Herkunftsländern zu schaffen«.

Laut den Brüsseler Plänen sollen Flüchtlinge, die auf dem Mittelmeer aufgegriffen werden, nicht mehr nach Europa gebracht werden, sondern nach Nordafrika in Lager, wo Asylanträge gestellt u...

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