22.06.2018 / Feminismus / Seite 15

Ein historischer Moment

In Chile haben Studentinnen die größte feministische Bewegung der letzten Jahre ausgelöst. Seit Monaten halten sie Universitäten besetzt

Sophia Boddenberg, Santiago de Chile

Tausende Studentinnen laufen an diesem 18. Juni zum Hauptgebäude der Universidad de Chile in Santiago, um dem Rektor der größten Hochschule des südamerikanischen Landes ihre Forderungen zu präsentieren. »Das hier ist ein historischer Prozess«, sagt Danae Borax, eine der Sprecherinnen der feministischen Studentinnenbewegung. Während sie redet, halten sie und ihre Mitstreiterinnen ein violettes Spruchband hoch. »Educación feminista«, feministische Bildung, steht darauf.

An der ersten Frauenversammlung der Universidad de Chile hätten mehr als 1.000 Studentinnen teilgenommen, sagt Borax. 16 Seiten umfasst die Liste mit Forderungen, die die Frauen Rektor Ennio Vivaldi präsentieren. Sie verlangen unter anderem die Einführung eines Rektorats für Gender und Sexualität und Bildung ohne Sexismus. Vivaldi versprach in Interviews mit Medien des Landes, »konkrete Maßnahmen« zu ergreifen.

Bereits seit Ende April halten Studentinnen zahlreiche Institute chilenischer Uni...

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