22.06.2018 / Ausland / Seite 6

Machtkampf um Südsudan

Kriegsparteien kommen nach Druck der UNO zu Friedensgesprächen in Addis Abeba zusammen. Nachbarländer tragen Kosten für humanitäre Krise

Gerrit Hoekman

Der südsudanesische Präsident Salva Kiir hat sich am Mittwoch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mit dem Anführer der Aufständischen, Riek Machar, getroffen. Es war das erste direkte Aufeinandertreffen der beiden Rivalen seit Juli 2016. Im Südsudan tobt seit fast fünf Jahren ein Bürgerkrieg, der Zehntausende Tote gefordert und Millionen in die Flucht getrieben hat. Internationalen Hilfsorganisationen zufolge droht in dem zentralafrikanischen Land eine Hungersnot.

Machar landete bereits am Mittwoch morgen in Äthiopien, Kiir reiste erst am Nachmittag an. Beide unterhielten sich zunächst getrennt mit dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed, der sie eingeladen hatte. »Durch größere Anstrengungen ist ein Frieden im Südsudan möglich«, twitterte der Stabschef des äthiopischen Premiers am Mittwoch. Ob das anschließende Treffen Anlass zu Optimismus gab, war am Donnerstag noch nicht bekannt.

Der Südsudan hat sich 2011 von der Islamischen Republik Sudan ...

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