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21.06.2018 / Inland / Seite 5

Migration und Arbeitsmarkt

OECD wägt Zuwanderungseffekte ab. Konkurrenzdruck durch EU-Binnenmigration erheblich größer als durch Flüchtlingszustrom

Nico Popp

Die Themen Migration und Flucht fungieren in der gegenwärtigen deutschen Debatte in erster Linie als Steinbruch für falsche Ideologien sowie als Treibstoff einer Renaissance der radikalen Rechten. Abseits dieser Verwertungsprozesse gibt es Akteure, die solides Datenmaterial zu Migrationsbewegungen erfassen. Das ist für eine kritische Analyse, die Fakten von Fiktionen trennen und die in diesen Komplex verwobenen Interessen zur Kenntnis nehmen müsste, unerlässlich. In diese Kategorie gehört die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Die leistet sich eine »Abteilung für internationale Migration«, die einmal im Jahr einen umfangreichen Migrationsbericht für die 35 Mitgliedsländer der OECD vorlegt. Die 42. Ausgabe dieses Berichts wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt. Angereist war Thomas Liebig, leitender Ökonom der genannten Abteilung.

Liebig konnte berichten, dass in den OECD-Staaten 2017 erstmals seit 2011 weniger »dauerh...

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