20.06.2018 / Ausland / Seite 7

»Es muss niemand«

Österreich: Erste Proteste gegen Verlängerung der Arbeitszeit. Rechte Regierung spricht von »freiwilligen« Überstunden

Simon Loidl, Wien

In Österreich formiert sich der Widerstand gegen die Verlängerung der Arbeitszeit. Am Montag demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den in der vergangenen Woche von der Regierung vorgelegten Gesetzentwurf, der eine tägliche Arbeitszeit von zwölf Stunden erlaubt. Die von der Gruppe »SozialdemokratInnen und GewerkschafterInnen gegen Notstandspolitik« organisierte Kundgebung fand vor dem Kursalon in Wien statt, in dem zur selben Zeit die Industriellenvereinigung (IV) ihr Sommerfest feierte.

In den vergangenen Tagen war in den österreichischen Medien eine Debatte um die Rahmenbedingungen der neuen Arbeitszeitregelung entbrannt. Das Gesetz soll als »Initiativantrag« bereits Anfang Juli beschlossen werden. Die bisher üblichen Begutachtungsfristen, innerhalb derer etwa von den »Sozialpartnern« Stellungnahmen zu neuen Gesetzen eingeholt wurden, ignoriert die Regierung. Dadurch herrscht in den öffentlichen Debatten große Verwirrung, die den Verfechtern der ...

Artikel-Länge: 4126 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe