20.06.2018 / Ausland / Seite 2

»Viel zu lange haben wir uns versteckt«

Die Kommunisten in Tschechien wollen die Regierung von Ministerpräsident Andrej Babis tolerieren. Ein Gespräch mit Katerina Konecna

Matthias István Köhler

Die Sozialdemokratische Partei Tschechiens hat jetzt in einem Referendum entschieden, dass sie mit Ministerpräsident Andrej Babis und seiner Bewegung ANO eine Minderheitsregierung bilden wird. Ob daraus etwas wird, hängt jetzt an der Kommunistischen Partei Böhmens und Mährens KSCM, die die Koalition tolerieren will. Warum wollen die Kommunisten überhaupt die Regierung eines Milliardärs und Oligarchen dulden?

Zum einen bekommen wir so die Möglichkeit, die von uns zu den Parlamentswahlen Ende 2017 vorgelegten politischen Forderungen durchzusetzen. Der zweite Grund ist, dass die ANO-Bewegung, die hauptsächlich von ihrem Vorsitzenden und gegenwärtigen Ministerpräsidenten Andrej Babis repräsentiert wird, politisch ziemlich flexibel ist, weil sie an keine politische Ideologie oder Weltsicht gebunden ist. Sie war mal mitte-rechts, vor den Wahlen war sie plötzlich mitte-links, und niemand weiß genau, wo sie morgen stehen wird. Die Kommunistische Partei muss si...

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