18.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Angriff der Geldroboter

Martin Ehrenhausers Streitschrift wider die Tücken der computergestützten Finanzwirtschaft

Gerd Bedszent

Sicher erinnern sich noch einige notorische Kinogänger an die Filmkomödie »Die Glücksritter« aus dem Jahre 1983. Darin tricksen die sympathischen Nachwuchsbroker Louis Winthorpe (Dan Aykroyd) und Billy Ray (Eddie Murphy) zwei gemeingefährliche Börsenhaie bei Warentermingeschäften aus und ergaunern sich so ein Riesenvermögen. Der Film war damals durchaus erfolgreich – was sicher auch an der gemäßigten Kapitalismuskritik lag. Das World Trade Center, in dem die Filmemacher ihre Figuren um tiefgefrorenen Orangensaft feilschen ließen, gibt es nun schon lange nicht mehr und Warentermingeschäfte haben sich in Internetbörsen verlagert. Der österreichische Autor und ehemalige fraktionslose Europaabgeordnete Martin Ehrenhauser veröffentlichte kürzlich im Promedia-Verlag ein Buch über die Tücken dieser computergestützten Finanzwirtschaft.

Die These, die der Autor vertritt, ist recht einfach: Börsengeschäfte werden mittlerweile in winzigen Bruchteilen einer S...

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