18.06.2018 / Inland / Seite 5

Krach an Krankenhäusern

Beschäftigte verschiedener Universitätskliniken planen Streiks für Entlastung. Chefs gehen mit harten Bandagen dagegen vor

Daniel Behruzi

Verbal betonen die Manager der Krankenhäuser stets, wie sehr ihnen die überlasteten Pflegekräfte am Herzen liegen. Wenn diese aber anfangen, mit Streiks für eine Verbesserung ihrer Lage zu kämpfen, geben sie mit allen Mitteln Kontra. So aktuell auch am Uniklinikum des Saarlands. Seit vielen Monaten fordert die Gewerkschaft Verdi dort einen Tarifvertrag zur Entlastung, der neben zusätzlichem Personal unter anderem personelle Mindestbesetzungen für alle Bereiche und Schichten sowie einen 50köpfigen Springerpool gewährleistet. Doch die Klinikleitung verweigert Tarifverhandlungen und verweist auf die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) – in der die Homburger Uniklinik nicht einmal Mitglied ist.

Um diese Verzögerungstaktik zu beenden, hat Verdi im April ein 100-Tage-Ultimatum gestellt: Sollte bis zum 22. Juni – diese Woche Freitag – keine substantielle Entlastung der Beschäftigten zugesagt werden, werden diese zur Urabstimmung über einen Erzwingungsstreik...

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