18.06.2018 / Inland / Seite 2

»Rechtsextreme wurden hier kaum verfolgt«

Waffenfunde im Neonazimilieu nehmen zu. Doch die Behörden tun sich weiterhin schwer mit Aufklärung und Verfolgung. Ein Gespräch mit Janka Kluge

Gitta Düperthal

Waffenfunde bei Neonazis werden oft nur in kurzen Meldungen abgehandelt. Am 6. Juni berichtete die Stuttgarter Zeitung: Im baden-württembergischen Rhein-Neckar-Kreis wurde ein Arsenal mit 21 Schusswaffen und Nazidevotionalien sichergestellt. Wie kam es dazu?

Ein Päckchen aus Singapur sorgte bei Kontrollen am Airport Frankfurt am Main für Misstrauen bei Zollbeamten. Ein Zufallsfund. Darin befanden sich auch in Deutschland unter anderem verbotene Laserpointer für die Montage an Waffen. Bei dem 57jährigen Adressaten aus dem Rhein-Neckar-Kreis wurden neben Naziutensilien auch Schnellfeuer-, Sprengwaffen und eine Sprengschnur gefunden. Offenbar gibt es über polizeibekannte Strukturen hinaus Faschisten, die sich auf bewaffnete Anschläge vorbereiten. Die Laserpointer erinnern an perfide Anschläge in Schweden. Aus dem Hinterhalt verwendete ein Rechtsradikaler dort erstmals 1991 und 1992 ein Gewehr mit Laservorrichtung, um auf Dunkelhäutige und Geflüchtete aus wei...

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