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29.11.2002 / Ansichten / Seite 2

Spendensammlung für Vietnam: Kein Ende der Kriegsfolgen in Sicht?

jW sprach mit Ursula Nguyen, Vorsitzende des Vereins »Medizinische Hilfe für Viet-Nam e.V.«

Jana Frielinghaus

F: Der Krieg der USA gegen Vietnam liegt mittlerweile mehr als ein Vierteljahrhundert zurück, doch die Kriegsfolgen machen dem Land bis heute zu schaffen.

Das Schlimmste ist, daß die Amerikaner 17 Jahre lang chemische Waffen benutzt haben – das dioxinhaltige »Agent Orange« ist weithin ein Begriff. Und dieses Dioxin ist im Naturkreislauf und bewirkt bei den Menschen Veränderungen des Erbguts. Die Geburt von schwer- und schwerstbehinderten Kindern ist in Vietnam an der Tagesordnung. Wenn ich zum Beispiel in der Klinik in der Stadt Nha-Trang arbeite, vergeht kein Tag, an dem nicht Kinder mit dem Down-Syndrom geboren werden. Dann gibt es Kinder, die ohne Augen, ohne Ohren geboren werden. Außerdem gibt es in den verschiedenen Provinzen Vietnams im Monatsdurchschnitt nach wie vor 50 bis 60 Vorfälle, bei denen hauptsächlich Kinder durch Minen und Munition aus dem Krieg verstümmelt werden. Vietnam ist auch heute ein armes Land und kann nicht aus eigener Kraft ...

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