14.06.2018 / Medien / Seite 15

ARD-Chef will Meinungsmonopol

Zum Plan einer »gemeinsamen Plattform von Sendern und Verlagen« in EU

Klaus Fischer

Einer aus Merkels Kader plant den großen Coup: »Der aktuelle ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm plädierte für eine gemeinsame Plattform von Sendern und Verlagen auf europäischer Ebene« berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Dienstag. »Deutschland und Frankreich sollten die Initiatoren sein, die das Projekt voranbringen, wie einst Airbus als europäische Antwort auf Boeing«, so der frühere Chef des Bundespresseamtes. Das sei »ein Vorhaben, das zu unseren europäischen Werten passt«.

Spätestens hier ist gesundes Misstrauen geboten. »Werte« werden gern vorgeschoben, wenn es um Macht geht. Schlimmer noch, der ARD-Oberste will zusammenzwingen, was nicht zusammengehört: Gebührenzahler und Privatverleger. An Wilhelms Big-Brother-Modell sollen sich nämlich die Öffentlich-Rechtlichen, die privaten Rundfunkanbieter, Verlage, aber auch Institutionen aus Wissenschaft und Kultur, wie Universitäten, Theater, Museen und andere beteiligen können.

Sollen so etwa die ...

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