14.06.2018 / Ansichten / Seite 8

Diktat des Westens

Mazedonien erhält neuen Staatsnamen

Roland Zschächner

Am Mittwoch abend hat der mazedonische Regierungschef Zoran Zaev seinen Bürgern mitgeteilt, dass ihr Land einen neuen Namen tragen soll: Republik Nord-Mazedonien. Das sei das Ergebnis der Verhandlungen mit seinem griechischen Amtskollegen Alexis Tsipras, erklärte der Sozialdemokrat. Dem gingen monatelange, unter dem Schirm der UNO geführte Verhandlungen zwischen den beiden Nachbarländern voraus. Die gefundene Lösung ist indes kein »Kompromiss«, sondern ein Diktat, das der ehemaligen jugoslawischen Republik vom Westen auferlegt wurde.

Die Namensänderung bedeutet einen Bruch der mazedonischen Verfassung und gleichzeitig die Aufgabe der eigenen Souveränität – auch wenn sich die Mehrheit der Bevölkerung bei dem für Herbst angekündigten Referendum für die neue Staatsbezeichnung aussprechen sollte. Es ist ein historisch einmaliger Akt, dass ein Land aufgrund des Drucks von außen sein...

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