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12.06.2018 / Ausland / Seite 6

Zerrissene Familien

Washingtons »Null Toleranz«-Politik gegenüber illegal Einreisenden nimmt Eltern ihre Kinder

Stephan Kimmerle, Seattle

Es ist eine Tragödie. »Die Mütter wissen seit Wochen nicht, wo ihre Kinder sind«, klagte Angélica Cházaro gegenüber junge Welt. Die Aktivistin für Immigrantenrechte bezieht sich auf die mehr als 200 Frauen, die allein im US-Bundesgefängnis SeaTac in der Nähe des Flughafens Seattle-Tacoma, gefangengehalten werden. Ihr Verbrechen: Sie haben Mitte Mai von Mexiko aus die Grenze zu den USA überschritten. Viele von ihnen kamen mit ihren Kindern. Nachdem die meisten sich unmittelbar nach Grenzübertritt bei den Behörden gemeldet und Asylanträge gestellt hatten, wurden sie von ihren Kindern getrennt und inhaftiert.

Seit 7. Mai gilt eine von US-Präsident Donald Trump und dessen Justizminister, Jefferson Sessions, verordnete »Null Toleranz«-Politik gegenüber illegal Einreisenden. Sie werden wie Kriminelle festgesetzt und von ihren Familien separiert, selbst wenn sie unmittelbar Asyl beantragen. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete am 8. Juni erstmals und noch u...

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