05.06.2018 / Ausland / Seite 7

Esel als Retourkutsche

Diplomatische Krise zwischen Frankreich und Burundi. Paris bildet aber weiter Armee des Landes aus

Gerrit Hoekman

Das falsche Präsent kann zuweilen ein ganzes Fest verderben. Selbst diplomatische Verwicklungen sind nicht ausgeschlossen, wie die zehn Esel beweisen, die Frankreich einem Dorf in Burundi geschenkt hat. Die Regierung des ostafrikanischen Staates sieht darin nämlich eine »Kränkung der Nation«.

»Die Franzosen halten uns für Esel«, schrieb Gabby Bugaga, Sprecher von Staatspräsident Pierre Nkurunziza, über den Kurznachrichtendienst Twitter, wie unter anderem der arabische Sender Al-Dschasira am vergangenen Dienstag berichtete. Dabei wollte Frankreich doch nur Gutes tun. Die Esel sollten den Frauen und Kindern des Dorfes beim Transport von Wasser und Holz, Obst und Gemüse helfen. »Wir führen den Landcruiser unter den Tieren in Burundi ein«, freute sich der französische Botschafter Laurent Delahousse, als er die Esel vorletzte Woche den Dorfbewohnerinnen übergab.

Doch die Freude währte nicht lange, denn die Regierung von Burundi ordnet nun Quarantäne für die kl...

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