28.05.2018 / Inland / Seite 4

Historiker gegen »platte Opferanalogien«

Landtagsdebatte zur Gedenkstättenpolitik in Potsdam: »Diktaturbeauftragte« attackiert Forscher

Matthias Krauß, Potsdam

Wenn die Ergebnisse seriöser historischer Forschung den ideologischen Zielen der Aufarbeiter der »zweiten deutschen Diktatur« im Wege stehen, dann müssen auch renommierte Wissenschaftler mit Anfeindungen rechnen. Das erfuhr der scheidende Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günter Morsch, dieser Tage im Potsdamer Landtag. Dessen Kulturausschuss diskutierte vergangenen Mittwoch einen Bericht der Landesregierung von SPD und Linkspartei zum Konzept des Landes unter dem Titel »Geschichte vor Ort. Erinnerungskultur im Land Brandenburg für die Zeit von 1933 bis 1990«. Er beinhaltet Informationen zu Lage und Entwicklung der Gedenkstätten im Bundesland. Dazu wurden in dem Gremium Sachverständige gehört.

Geladen war neben Morsch Maria Nooke, die seit Oktober vergangenen Jahres amtierende »Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur«. Sie warf dem neben ihr sitzenden Morsch vor, die Erforschung der auf den Geländen f...

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