24.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Merkels Sabotageplan

Berlin will Beijings Investitionen in der BRD bremsen, die eigenen boomenden Geschäfte in China aber kräftig ankurbeln

Jörg Kronauer

Erst die Vereinigten Staaten, dann Russland, jetzt China: Wie es sich für die Regierungschefin eines Landes, das in der Weltpolitik ganz oben mitmischen will, gehört, beginnt Kanzlerin Angela Merkel ihre vierte Amtszeit mit eng getakteten Antrittsbesuchen bei den Staatsspitzen der großen Mächte. Nach Zusammenkünften mit US-Präsident Donald Trump (27. April) und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin (18. Mai) stehen am heutigen Donnerstag Verhandlungen in Beijing mit Staatspräsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang auf Merkels Programm. Während die Kanzlerin mit Xi nicht zuletzt über das Atomabkommen mit Iran diskutieren will, geht es bei ihrem Treffen mit Li wohl vor allem um Wirtschaftsthemen. Die haben es in sich.

Zunächst ist da der heraufdräuende Handelskrieg, mit dem die Trump-Administration die Welt zu überziehen droht. Als Länder, die vom Außenhandel außerordentlich profitieren, haben die Bundes- und die Volksrepublik keinerlei Inter...

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