23.05.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Myanmar holt auf

Starkes Wirtschaftswachstum prägt kapitalistischen Boom im ASEAN-Mitgliedsland. Korruption und Intransparenz problematisch für Regierungspartei

Thomas Berger

Myanmars Wirtschaft ist im zurückliegenden Haushaltsjahr 2017/18 kräftig gewachsen. Nach Angaben der Weltbank legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 6,4 Prozent zu, einen halben Prozentpunkt mehr als im Vergleichszeitraum zuvor. Und der kapitalistische Boom scheint anzuhalten: Für das angelaufene Haushaltsjahr 2018/19 wird aktuell ein Plus von 6,8 Prozent prognostiziert. Damit holt das Land wirtschaftlich weiter im südostasiatischen Staatenbund ASEAN (Association of Southeast Asian Nations) auf.

Doch es gibt noch gravierende Unterschiede. Myanmars Ökonomie ist im Vergleich zu der mancher Nachbarn noch unterentwickelt. Während die beiden reichsten ASEAN-Staaten Singapur (4.) und Brunei (5.) weltweit auf Spitzenplätzen der Wirtschaftsleistung pro Kopf rangieren, wird das ehemals koloniale Burma 2017 laut Internationalem Währungsfonds auf Platz 132 von 192 gelisteten Staaten geführt. Einerseits ist bei einem kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-BIP von 6.244 Dolla...

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