22.05.2018 / Abgeschrieben / Seite 8

Rote Hilfe: Fotofahndung ist Aufruf zur Denunziation

Vor dem Hintergrund einer erneuten Öffentlichkeitsfahndung nach dem G-20-Gipfel in Hamburg verurteilte die Solidaritätsorganisation Rote Hilfe am Montag in einer Pressemitteilung die pauschale Vorverurteilung von Aktivisten:

Knapp zehn Monate nach dem G-20-Gipfel in Hamburg haben Polizei und Staatsanwaltschaft in der vergangenen Woche mit einer erneuten Öffentlichkeitsfahndung nach Tatverdächtigen begonnen. Dazu wurden Fotos von 101 Verdächtigen im Internet veröffentlicht. Die Fahndung wurde zudem auf 15 europäische Länder ausgeweitet.

Die Fahndung per veröffentlichter Fotos (…) ruft die Bevölkerung gezielt zur Denunziation auf und stigmatisiert die Betroffenen zu Straftätern, ohne dass dafür ein legitimer Beweis vorgelegt wird. Denn bevor die jeweils Verdächtigten ein Gerichtsverfahren erhalten, in dem ihre Schuld oder Unschuld festgestellt wird, kursieren bereits Fotografien in der Presse und im Internet, auf denen sie als Straftäter diffamiert werden. ...

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