18.05.2018 / Ausland / Seite 7

Kreide fressender Kritiker

Neuer armenischer Regierungschef versichert Russland »Freundschaft«. Und verlangt mehr Waffenlieferungen

Reinhard Lauterbach

Der neue armenische Regierungschef Nikol Paschinjan setzt offenbar auf Kontinuität in der Außenpolitik. Er war am 9. Mai, dem zweiten Tag seiner Amtszeit, in der umkämpften Region Berg-Karabach und verlangte, die dortigen Behörden an den Verhandlungen mit Aserbai­dschan zu beteiligen. Zum ersten Mal als Premier ins Ausland reiste er am Montag zum Treffen der Eurasischen Wirtschaftsunion in Sotschi. Dort traf er sich u. a. zu einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und versicherte ihm die Bündnistreue Armeniens. Russland bleibe für sein Land der strategische Partner Nummer eins, so Paschinjan. Auch die Forderung nach einem Austritt aus der Eurasischen Wirtschaftsunion, die er noch als Oppositionsabgeordneter erhoben hatte, wiederholte er nicht. Als Premier müsse er die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen als als einfacher Abgeordneter.

Das ist ein Hinweis auf die innen- und geopolitischen Realitäten Armeniens. Das Land ist ein...

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