16.05.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Berlins Mann in Rom

Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella will mit »Expertenregierung« deutschen Merkantilismus fortsetzen. Austritt aus Euro-Zone als Option

Steffen Stierle

In Italien verhandeln die Wahlgewinner der Fünf-Sterne-Bewegung mit der Lega Nord über eine Regierungskoalition. Staatspräsident Sergio Mattarella favorisiert hingegen eine »Expertenregierung«. Hierbei geht es um weit mehr als um innenpolitische Angelegenheiten. Für den Fortgang der Euro-Integration ist dieser Konflikt von entscheidender Bedeutung.

Schließlich soll die gegenwärtige Atempause in der Euro-Krise für einen großen Wurf genutzt werden: eine umfassende »Reform«, die die Währungsunion nachhaltig stabilisiert. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder müssen die volkswirtschaftlichen Strukturen der beteiligten Länder so angeglichen werden, dass Defizit- und Überschussländer nicht mehr bis ins Krisenhafte auseinanderdriften, oder die Strukturen bleiben unterschiedlich, werden aber durch regelmäßige Finanztransfers ausgeglichen.

Vertiefung der Euro-Zone

Variante eins ist die von Deutschland favorisierte: Steigern sich die Defizite ein...

Artikel-Länge: 5159 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe