17.05.2018 / Inland / Seite 2

»Unser Ziel ist ein Freispruch«

Seit Monaten sitzt der G-20-Gegner Peike S. in Hamburg in Haft – trotz äußerst dürftiger Beweislage. Ein Gespräch mit Alexander Kienzle

Kristian Stemmler

Ihr Mandant Peike S. aus den Niederlanden sitzt seit dem G-20-Gipfel Anfang Juli 2017 in Haft. Ende August verurteilte ihn Amtsrichter Johann Krieten zu 31 Monaten Haft wegen zweier Flaschenwürfe auf Polizisten, die diese nicht körperlich verletzten – ein bundesweit als zu hart kritisiertes Urteil. Vorab die Frage: Wie geht es Ihrem Mandanten?

Die lange Zeit der Haft und die Trennung von Familie und Freunden sind nicht leicht. Der Mandant hat aber einen Umgang damit entwickelt, bildet sich politisch fort, nimmt aktiv seine Verteidigung wahr und freut sich über die breite Solidarität, die ihm von seiner Familie und seinen Unterstützern zukommt.

Seit Anfang ­Februar läuft das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Hamburg. Wie ist der Stand?

Wir haben die angeblichen Tatzeugen, zwei Berliner Polizeibeamte, vernommen und eine Beamtin aus der Gefangenensammelstelle. Danach ist klar, dass bereits unmittelbar nach der Festnahme – vor jeder Ermittlung – von der ...

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