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07.05.2018 / Politisches Buch / Seite 15

BRD-Gericht: »Maßnahmen vertretbar«

Bernhard Sauer hat Mordaktion der Nazis von 1934 und deren Aufarbeitung untersucht

Ende Juni/Anfang Juli 1934 ließ die Führungsriege der Nazipartei mehr als 100 Menschen umbringen. Darunter waren SA-Führer wie Karl Ernst und Edmund Heines, die in der Anfangsphase des Regimes mit äußerster Brutalität gegen Antifaschisten vorgegangen waren. Die bis zum Sommer 1934 auf weit über vier Millionen Mitglieder angewachsene SA war in diesen Monaten zu einem Machtfaktor mit Eigengewicht geworden. Ihre Führer verlangten nun, im Staatsapparat deutlich stärker zum Zuge zu kommen als bislang. Zudem waren viele SA-Mitglieder von der »nationalen Revolution« enttäuscht und äußerten ihren Unmut immer offener. Hitler sah in diesen Bestrebungen eine tödliche Gefahr für das Bündnis von Faschisten und Konservativen, das ihn in die Reichskanzlei gebracht hatte. Am 30. Juni 1934 ließ er, nachdrücklich ermuntert von der Reichswehr-Generalität, die SS auf die SA los.

Im Zuge dieser Aktion wurden auch mehrere Angehörige des konservativen Establishments beseitigt, ...

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