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05.05.2018 / Feuilleton / Seite 10

Sag mir den Anfang

Klaus Gietingers Roman »Karl Marx, die Liebe und das Kapital«

Alexander Reich

Gegen Ende des Marx-Romans von Klaus Gietinger – Filmemacher (»Daheim sterben die Leut’«), Dreh- und Sachbuchautor – geht es kurz um eine Formel aus dem »Kapital«, vorher um so etwas wie Fabulierlust, um mögliche Affären zwischen historischen Personen, denkbare Intrigen und mehr als unwahrscheinliche Dialoge.

In Sachen Liebe hält der Roman es mit einer Bemerkung aus Engels’ »Ursprung der Familie«: »In der modernen Welt (sind) Monogamie und Prostitution zwar Gegensätze, aber untrennbare Gegensätze«. Marx vertritt die Monogamie. In einem Erzählstrang soll er des Ehebruchs überführt werden. Der Halbbruder seiner Frau Jenny setzt dafür alle Hebel des preußischen Regierungsapparates in Bewegung, ohne Erfolg. Marx bleibt treu und verliebt. »Recht schnell gealtert«, lässt auch die »Zwergin« Bettina von Arnim »nicht mehr das Blut in seinen Riemen schießen«.

Starr vor Angst wegen der Größe der Aufgabe fleht Marx eines Abends Jenny an: »Sag mir den Anfang, sag ihn ...

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