02.05.2018 / Feuilleton / Seite 11

Mit Biss in die Hypnose

Wild und pointiert: Die empfehlenswerten Sleaford Mods spielen drei Konzerte in Deutschland

Michael Saager

Zuletzt gab es trockenere Beats und etwas mehr Gesang, wenn man’s denn so nennen will. Musste man das zwingend raushören? Sicher nicht. Es ist ja auch so: Wer das seltene Glück einer überzeugenden Soundformel auf seiner Seite hat, sollte lieber nicht dran rumpfuschen. Das könnte sich rächen. Die Sleaford Mods aus Nottingham wissen das, verändert haben sie sich über all die Jahre deshalb, wenn überhaupt, auch nur ein klitzekleines bisschen. Minimalistisch-monoton und trocken-scheppernd entfalten Jason Williamson und Andrew Fearns aus einfachen Drum- und Bassloops bestehende Rhythmustracks eine stoische Konsequenz, die prompt in den Zustand der Hypnose führt, sofern man sich drauf einlässt. Wer komplexe Soundexperimente oder Melodien für Millionen sucht, ist bei diesem Duo grundfalsch.

Das gilt für die letzte Platte »English Tapas« von 2017, beim Vorgänger »Key Markets« aus dem Jahr 2015 war’s nicht anders. Zuv...

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