02.05.2018 / Ansichten / Seite 8

Erpresser gegen Abzocker

Handelsstreit zwischen USA und EU

Jörg Kronauer

Sie zappelt und zappelt und zappelt. US-Präsident Donald Trump hat die EU dort getroffen, wo es ihrer Führungsmacht Deutschland so richtig weh tut: bei den Exporten. Eine »Schonfrist« bis zum 1. Juni habe Trump der Union großmütig gewährt, um eine Lösung im Strafzollstreit zu finden, formulieren höflichere Berichterstatter. »Gnadenfrist« oder »Galgenfrist« käme dem Sachverhalt ein wenig näher. Politiker in Berlin und in Brüssel schäumen. Die deutsche Kanzlerin und den französischen Präsidenten hat Trump abblitzen lassen; die Forderung der EU-Handelskommissarin, die Europäische Union dauerhaft von den Strafzöllen auszunehmen, hat er sowieso ignoriert, weshalb Brüssel weiterhin – so heißt es bei der EU-Kommission – gleichsam unter vorgehaltener Waffe verhandeln muss. Druckmittel, um die US-Administration zum Einlenken zu zwingen, hat die Union nicht. Der Immobilienoligarch im Weißen Haus hat den aufstiegswilligen Eliten jenseits...

Artikel-Länge: 2915 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe