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02.05.2018 / Ausland / Seite 6

Linke Opposition kriminalisiert

Nach dem Ende des Friedensprozesses: Verfahren gegen ehemalige ELN- und FARC-Guerilleros

Ani Dießelmann, Cali

Eine Woche lang standen Angehörige und Demonstranten rund um die Uhr vor dem Justizgebäude in Cali, wo Ende letzter Woche der Prozess gegen Aktivisten und demobilisierte Guerilleros aus dem Süden Kolumbiens begann. Am 20. April waren 33 Personen festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, mit den bewaffneten Aufständischen der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) in Verbindung zu stehen.

Die Angeklagten haben eines gemein: Ihre Namen – oder vermutliche Decknamen – stehen laut Anklage auf einer Liste, die nach der Bombardierung eines ELN-Camps konfisziert worden war. Daher lautet der Vorwurf gegen sie: »Rebellion«. Sie haben zudem die Friedensverhandlungen zwischen ELN und der Regierung in Quito unterstützt, eine weitere Gemeinsamkeit, so die Sprecherin der Menschenrechtsorganisation »Nomadesc«, Olga Araújo aus Cali. »Dies ist ein Angriff auf den Friedensprozess«, sagt sie. Die Teilnahme der Bevölkerung an den Friedensverhandlungen war eine Bedingung der ELN ...

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