30.04.2018 / Inland / Seite 4

Kreuzschmerzen

Mit Kruzifix-Erlass bringt Bayerns Regierung sogar Kirchenleute gegen sich auf. Lob gibt es von der AfD. Und darum geht es. Von Ralf Wurzbacher

Ralf Wurzbacher

Der vergangene Woche gefasste Beschluss der CSU-Regierung, dass ab Juni in jeder staatlichen Behörde Bayerns im Eingangsbereich ein Kruzifix zu hängen hat, ist eine Steilvorlage für Satiriker. Das Onlinemagazin Der Postillon lieferte Späße in Serie: Auf den Ämtern müssten Mitarbeiter neuerdings jeden Satz mit »Amen« beenden und das Grundgesetz als Fußabtreter benutzen, waren zwei davon. Einer griff die Nöte von Vampiren auf: »Wie sollen wir unseren Personalausweis verlängern?«

Ob die Welle an Hohn, Spott und Empörung, die sich gerade über die Münchner Staatskanzlei ergießt, den frischgebackenen Ministerpräsidenten zur Umkehr bewegt? Wohl eher nicht. Dass Politiker der »guten Sache« wegen keine Peinlichkeit scheuen, beweist Markus Söders Parteifreundin Dorothee Bär. Die Staatsministerin für Digitalisierung will namens der Bundesregierung Tests von Flugtaxis in Deutschland forcieren. Denn »die Nutzung des innerstädtischen Luftraums ist wichtig, wenn man ind...

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