27.04.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Zweierlei Maß bei Medikamententests

Nur für angebliches DDR-Unrecht fühlt sich der Bund in jedem Fall zuständig

Jana Frielinghaus

Die Linksfraktion wollte in einer Anfrage zu den medizinischen Versuchen an Heimkindern auch wissen, warum die Bundesregierung deren wissenschaftliche Aufarbeitung bislang nicht unterstütze. Sie wies darauf hin, dass sie das im Fall mutmaßlich rechtswidriger Arzneimitteltests in der DDR sofort getan hat. Die Begründung des Bundesgesundheitsministeriums: Im Fall der medizinischen Studien für westliche Pharmafirmen in der DDR habe es sich »um die Aufarbeitung von Unrecht unter der SED-Diktatur« gehandelt. Dagegen werde der »Einsatz von Arzneimitteln in der Heimerziehung« von den Ländern »in ihrer Zuständigkeit« untersucht.

2013 hatten die »Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur« und das Bundesinnenministerium beim Institut für Geschichte der Medizin an der Berliner Charité eine umfangreiche Untersuchung zur »K...

Artikel-Länge: 2577 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe