25.04.2018 / Inland / Seite 5

Miete frisst Gehalt

Auch mit gesetzlichem Mindestlohn ist Leben ohne staatliche Transferleistungen in Großstädten nicht möglich

Bernd Müller

Der gesetzliche Mindestlohn hat seit seiner Einführung im Jahr 2014 einiges bewirkt: Im Niedriglohnsektor sind die Einkommen gestiegen – bei weiter steigender Beschäftigung. Dennoch: Wer für den Mindestlohn arbeiten muss, kann in vielen deutschen Großstädten als Alleinstehender oft nicht ohne zusätzlichen Bezug von Hartz-IV-Leistungen leben. Das geht aus einer gemeinsamen Stellungnahme des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung für die Mindestlohnkommission hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.

Die Lohnuntergrenze habe sich insgesamt bewährt, so die Autoren der Stellungnahme. Besonders Geringverdiener hätten davon profitiert. Wer zu den einkommensschwächsten fünf Prozent gehörte, kam demnach 2014 auf einen Stundenlohn von maximal 6,83 Euro. Zwei Jahre später seien es 7,58 Euro oder elf Prozent mehr gewesen. Beim unteren Z...

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