21.04.2018 / Geschichte / Seite 15

Hitlers Separatisten

Auf ihrem Karlsbader Kongress forderte die Sudetendeutsche Partei mit Unterstützung der Nazis 1938 die Aufgabe der tschechoslowakischen Souveränität.

Reiner Zilkenat

Am 24. und 25. April 1938 fand in Karlsbad ein Parteikongress der Sudetendeutschen Partei (SdP) statt. Die Lage in Europa hatte sich in den vorherigen Monaten zugespitzt: Am 4. Februar übernahm Hitler persönlich den Oberbefehl über die Wehrmacht. Am 12. März 1938 marschierten Einheiten der faschistischen Armee in Österreich ein und annektierten das Land. Zugleich erhob die SdP immer neue »Autonomie«-Forderungen gegenüber der tschechoslowakischen Regierung. Es zeichnete sich ab, dass es ihr in Wahrheit um die Angliederung der von »Sudetendeutschen« bewohnten Gebiete an das »Dritte Reich« ging. Um diese neue Aggression Hitlerdeutschlands vorzubereiten, entfalteten sich in den ersten Monaten des Jahres 1938 hektische Aktivitäten vor und hinter den Kulissen.

Schutz der »Volksgenossen«

Am 28. Februar 1938 hatte Hitler vor dem Reichstag die in Richtung Prag zielende Drohung formuliert, dass zu den Interessen des Deutschen Reiches »auch der Schutz jener deutsche...

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