11.04.2018 / Ausland / Seite 6

Jobbik wieder ganz rechts

Der Vorsitzende der neofaschistischen Partei bestätigt Rücktritt. Radikalisierung angekündigt

Matthias István Köhler

Während des ungarischen Wahlkampf hatten einige liberale Parteien und politische Beobachter noch erklärt, die neofaschistische Partei Jobbik habe sich verändert, der Wandel zur »Volkspartei« sei glaubwürdig. Eine Zusammenarbeit mit der Partei sei notwendig, um einen Machtwechsel im Land herbeizuführen. Aber kaum wurden die vorläufigen Ergebnisse der Parlamentswahlen in Ungarn verkündet, meldet der offen neofaschistische Flügel der Partei seinen Führungsanspruch an.

Der Vizevorsitzende Laszlo Toroczkai kündigte am Dienstag über Facebook an, den Vorsitz der Partei übernehmen zu wollen. Er sei »seit 40 Jahren bereit, seiner Heimat zu dienen«.

Bereits am Abend zuvor hatte der Parteivorsitzende und Spitzenkandidat Gabor Vona nach einer Präsidiumssitzung seinen im Anschluss an die Wahlen bekanntgegebenen Rücktritt bestätigt. Er übernehme die Verantwortung dafür, die Wahlen nicht gewonnen zu haben. Über Facebook teilte er mit, er werde sich aus der Politik ...

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