06.04.2018 / Ausland / Seite 7

Streik gegen Diskriminierung in Indien

Mit Massenprotesten reagieren die Dalit auf Pläne der Regierung, ein Gesetz zu ändern

Silva Lieberherr und Awanish Kumar, Mumbai

Ein landesweit ausgerufener Streik hat Teile Nord- und Westindiens lahmgelegt. Organisationen der früher als »Unberührbare« bezeichneten Dalit protestierten damit am 2. April gegen Pläne der Regierung und des Obersten Gerichtshofes, ihren gesetzlich festgeschriebenen Schutz vor Diskriminierung und Gewalt abzuschwächen. Die Demonstrationen wurden über sogenannte soziale Medien organisiert, viele junge Menschen beteiligten sich. Auch 200.000 Dalit, die Regierungsangestellte sind, streikten.

Die Polizei ging in vielen Orten mit Schlagstöcken auf die Protestierenden los. In Uttar Pradesh, Madhya Pradesh und Radschastan schossen Polizisten in die Menge. Laut Berichten sollen auch Privatpersonen, die zu höheren Kasten gehören, auf die protestierenden Dalit geschossen haben. Bei den Protesten sollen insgesamt elf Menschen gestorben sein.

Die Streikenden machen sich stark für das Gesetz zur »Vorbeugung von Greueltaten« (Prevention of Atrocities – PoA). Es trat 19...

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