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04.04.2018 / Ausland / Seite 7

Keine Gerechtigkeit

Guatemalas früherer Diktator Ríos Montt ist tot. Seine Verbrechen bleiben ungesühnt

Thorben Austen, Quetzaltenango

Am Sonntag starb in Guatemala-Stadt der frühere Diktator Efraín Ríos Montt im Alter von 91 Jahren. Sein Name steht für die schlimmste Zeit des 36jährigen Bürgerkrieges in Guatemala.

Nachdem er im März 1982 durch einen Putsch an die Macht gelangt war, begannen seine Soldaten, unterstützt und angeleitet von US-Militärberatern, im Hochland Guatemalas systematisch die Bevölkerung zu ermorden. Zehntausende Indígenas und Kleinbauern fielen dieser Politik zum Opfer, Hunderttausende flohen nach Mexiko, in die USA und in entlegenere Gebiete Guatemalas. Nach Schätzungen hat es während des gesamten bewaffneten Konflikts, der erst 1996 zu Ende ging, 250.000 Todesopfer, 45.000 »Verschwundene« und 1,4 Millionen Vertriebene gegeben, die Mehrzahl in den Jahren 1982/1983 unter der Regierung von Ríos Montt. Nach Ende des Bürgerkrieges veröffentlichte Untersuchungen machen für 93 Prozent der Verbrechen die Regierung verantwortlich, nur für drei Prozent die Guerilla und für ...

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