09.11.2002 / Ausland / Seite 9

Strategiesuche in Florenz

Europäisches Sozialforum berät breites Spektrum von Themen. Widerstand gegen Irak-Krieg

Wolfgang Pomrehn

»Es gibt keine Rechte mehr, sondern nur noch Waren.« Mit dieser Aussage trifft Rossana Rossanda, die Grande Dame der italienischen Linken, den Nerv der 30 000 Teilnehmer des Europäischen Sozialforums, das noch bis Sonntag in Florenz tagt. Aus allen Ecken Europas und des Mittelmeerraumes sind sie gekommen, um über den Kampf gegen den Abbau sozialer Rechte, über Neoliberalismus und Umweltzerstörung, über die Ausplünderung der Länder des Südens und die Privatisierung der öffentlichen Dienste in der EU zu diskutieren. Oder auch über die Weltschuldenkrise: »Die von den G-7 1999 in Köln gestarteten Entschuldungsprogramme sind reine Augenwischerei«, so Denise Cormann aus Belgien auf einem der über hundert Podien. Die Länder der Dritten Welt würden immer tiefer in den Strudel aus Verschuldung, Elend und Hunger gezogen. Die Nichtregierungsorganisationen sollten sich daher lieber nicht in die entsprechenden Initiativen der G7 einbinden lassen, sondern weiter politi...

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