22.03.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Auf den Boom folgt die Krise

Selbst Mainstreamökonomen sind sich einig: Deutsche Volkswirtschaft krankt an Überproduktion. Trotzdem setzen sie auf Export und Spekulation

Simon Zeise

Tag der Prognosen. Am Mittwoch übertrafen sich die einflussreichsten Wirtschaftsforscher hierzulande in ihren Konjunkturvoraussagen. Die reaktionärsten Knochen vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München (Ifo) blickten am tiefsten in die Glaskugel. Um 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukt soll die deutsche Volkswirtschaft zulegen. Auf den Plätzen folgte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (Ifw) mit 2,5 Prozent. Die übrigen waren sich einig darüber, dass die Wirtschaft um 2,3 Prozent wachsen werde.

Einigkeit herrscht auch darin, dass die Produktion mehr als ausgelastet ist. Für das laufende Jahr »ist damit zu rechnen, dass die Kapazitätsengpässe und die Arbeitskräfteknappheit mehr und mehr das Wachstum hemmen werden«, heißt es in der »Konjunkturprognose für 2018 und 2019«, die der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – die »Wirtschaftsweisen« – am Mittwoch in Wiesbaden präsentierte. Zwar...

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